Seit der letzten Review ist unser Mailformular (E-Mail an Review) sehr oft benutzt worden, vielen Dank dafür. Es ist nun heute also Zeit, die Einsendungen zweier Leserinnen zu veröffentlichen. Die beiden waren einverstanden, dass ihre Werke (zwei Bilder von der Einen, zwei Strophen von der Anderen) gemeinsam veröffentlicht werden, was den etwas ausgreifenden Titel dieser Preview vielleicht erklärt. Etwas konkreter wäre gewesen: „Der kühle Blick“.
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Beide Bilder / Beide Strophen |
Kam ein Gewehr
fiel ihm nicht schwer
hatte gelernt
zu spuren
brach jeden willen
wollte sonst nichts
hatte sonst nichts
verloren
„lieber [Review ], nach lebhaften diskussionen beim gestrigen feierabend bier habe ich eine frage: [freund ] hat gesagt, man darf euch auftraege schicken.“
Das stimmt. Und
Re:You heißen. Und funktioniert immer noch so.
(Den aus dem aufkommenden E-Mail Verkehr stammenden Doppelpunkt griffen um die Jahrtausendwende etwa die Spex für die Bennenung von Rubriken („Re:Present“ u.ä.) oder auch eine Kunst-Ausstellung in Lönneberga („Re:Songlines“) auf. Wir finden, man kann ihn wieder bringen und landen bei der Frage, ob denn die
Realität ungeschoren davonkommen soll. Nein. Diesbezügliche Artikel bringen wir unter
Review.
Die ganzen
und alles andere, was früher oder später zu Ihren Konzerten, Büchern oder Gewinnen aus Verlosungen (wie hier) wird, erscheinen ab Nummer 17 auf dieser Webseite folgerichtig als
Preview.
Vielleicht ist das neu für den Leser, aber Review empfiehlt: Verknüpfung und Berührung.
„Hallo Review. Ich besuche gerne Eure Seite. Etwas allerdings überrascht mich - während ich Euch [...] wähnte, entdeckte ich [...]. Seid Ihr multiple Persönlichkeiten? Gibt es Euch überhaupt? Ist unser Sein nur Illusion? Was denn nun?“
Lieber C.H., die Position, aus der die Fragen beantwortet werden können, ist jenseits der Sprache. Solange wir aber Ausdrücke, wie „Es gibt / es gibt nicht“ oder das Wort „Illusion“ verwenden wollen, sollten wir doch bitte pragmatisch bleiben.
„... ein anderer Freund, den ich in dieser Zeit zum ersten Mal kennen gelernt habe, lebt heute in der Nähe von Singen. Er verlegte im Campus-Lönneberga-Shop für Bekannte dieses Heftlein philosophischer Grafiken von berühmten Kuwi-Denkern.“ carl (@globetrott.net)
Hier gibt es zwei Bilder daraus. Die Lizenz für die vollständige Ausgabe wird noch erbeten.
Es erreichen uns nun immer wieder E-Mails von Computer-Benutzern aus aller Welt, in denen diese uns sagen, dass sie einerseits noch nie eine so interessante Web-Seite gesehen haben, dass aber andererseits „alles nicht so richtig dargestellt“ ist, grafisch gesehen. Dazu ist zu sagen, dass unser Vorgehen ja eigentlich folgendes ist: Wir drucken immer alles aus und schicken es wahllos an Menschen, deren Postadressen wir kennen. Die Frauen und Männer, die sich inzwischen aber eine abweichende Meinung von der Funktion eines Computers mit Internetanschluss gebildet haben, können sich einmal unsere Spezialanleitung durchlesen.
Findest du sie.
Es lohnt sich wirklich, eine E-Mail an uns zu schreiben: Sie wird in den meisten Fällen zunächst hier veröffentlicht, entweder gleich als eigener Eintrag mit Review-Nummer oder als Kommentar. Alsdann wird sie, an Orten, die Sie nicht kennen, von einem Team aus Psychologen, Kulturwissenschaftlern und Journalisten und ggf. hinzugezogenen Fachexperten auf ihren Ausdruck überprüft und auf das Ausmaß ihrer Annäherung an ein Wissen, das uns schaudern macht. Und dann kommen die Antworten, Diskussionen, Kommentare. Machen Sie sich keine Sorgen, alles wird aufs beste moderiert und in Form gebracht von Review. So genau müssen Sie das gar nicht wissen. Also, kommentieren sie, was sie hier finden oder schicken Sie...irgendwas. Sie hören von uns. Und beachten Sie: We are friendly people.
So fangen wir an. Änderungen vorbehalten.
Die Witwe eines bekannten französischen Autors schickt uns zur Begrüßung einen frühen Text ihres verstorbenen Mannes. Später schrieb dieser fast nur noch Sachbücher (Philosophie und so). Wir bringen Ihnen die Übersetzung dieses Jugendwerkes als Fortsetzungsroman:
Ein Interview mit Juri Winkler, dem Autor des Gedichtes aus Preview 18
„Juri, du bist [im Jahr 2011] der erste Schriftsteller, der einen Pavillon bei der Biennale von Venedig bespielt. Wie kam es dazu?“
„Wozu?“
„Zu der Sache mit dem Pavillon!“
„Ach so! Ja, eigentlich ist das heute gar kein Problem mehr, vor allem in der Konzeptkunst. Ja, und dann kenn ich den Kulturminister des Landes, das mir diese Möglichkeit gegeben hat, persönlich. Der hat gesagt, es gäbe da so ein paar Spezis, die er mal gehörig vor den Kopf stoßen wolle, und ob ich mir das vorstellen könnte. Da sagte ich: ‚Ja.‘“
„einer unserer gedanken war, dass es schoen waere, wenn es eine sprache gaebe, die lautmalerisch ausdruecken wuerde, was sie beschreibt, sozusagen signifiant und signifie so weit wie moeglich annaehern wuerde. beispiel: englishes word "kinky" passt nun wirklich nicht zu seiner bedeutung. etc. grammatik koennte spaeter kommen... kann man damit was anfangen?"
Gerste und Sibling
halten ein aus
gönnen der Möhre
ihren applaus
fallen in schwere
bieten gestöre
halten die menschheit
noch ein wenig aus.
Die Zuschrift eines Lesers, dem wir mal nicht im Pseudonym herumfuhrwerken wollen. Neben Worten des Lobes und Fragen zu Review 11 schreibt der ca. dreißigjährige Mann:
Ästhetizismus? Nein eben nicht. Nun setzen wir nach.
Eine unverhoffte Entdeckung, nun eine kleine Veröffentlichung, und es gibt etwas zu gewinnen
!
Ein Leserinnenfoto. Aus Malle. Sie hat Glück, wir haben gerade eins gesucht. Erwarten sie genau das von Reviews bildjournalistischer Abteilung? Oder mehr? Was löst das Bild in Ihnen aus? Schauen sie vielleicht auch danach mal kurz vom Bildschirm weg jetzt, für ein paar Sekunden.
Ob eine wohlige Ästhetikwelle ausbricht? Eher nicht.
... kann jetzt: RSS 2.0
„Individualismus - Mausefalle der Freiheit?“ fragt katharina (@deboom.eu) Und: „Was glaubt Ihr, wer ist besser dran: Der, der eine neue Farbe ins Spiel bringt, derjenige, der vergisst, was er anhat, oder derjenige, der den Anderen vorschlägt, ihre Kleidung nicht wie eine Rüstung zu tragen?”
Der Zweite, liebe Brieffreundin, und den Dritten gibt es gar nicht. Dazu ein kurzes Lied, Enspannungsmusik für die virtuelle Band. Der Übergang zum zweiten Teil, der in Sekunde 36 beginnt, verdeutlicht, wie es ist, wenn einer den Pulli, der ihm nicht mehr gefällt, beim Secondhand-Laden abstößt und sich dafür eine günstige Armbanduhr kauft. Schnell erkennt er, dass dies nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Ein bisschen zu schnell.
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Wir hören uns dieses Lied an. Ist es überhaupt eins? Darin prallen die Gegensätze zwischen Betäubung (MIDI-Schlagzeug, gepresster Gesang) und Emanzipation (Mundharmonika, pressender Gesang, Text-falls-man-ihn-überhaupt-versteht) aufeinander:
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Wir werfen einen Blick auf die Titel der Debütalben von Gruppen und Einzelkünstlern, die es nicht gibt: